Portrait

Als Bindeglied zwischen Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Armee, vertritt die KBOG im Kanton Bern die Interessen unserer Milizarmee. Im Rahmen dieser Aktivitäten steht die KBOG für die nachstehenden Anliegen ein:

  • Die Schweiz hat eine Milizarmee. Diese erhält die volle Unterstützung der KBOG. Dabei kommt dem Parlament eine besondere Verantwortung zu, da dieses die Armee mit genügend Mitteln auszustatten hat.
  • Dem Kanton Bern soll in militärpolitischen Fragen, insbesondere im Bereich Standortmodell und Kommandostandorte das entsprechende Gewicht zugesprochen werden.
  • Die KBOG bemüht sich, dass die Schweizer Armee bei der Politik präsent bleibt und sich die politisch Verantwortlichen ihrer Verantwortung auch bewusst sind.
  • Die KBOG unterstützt bei Bedarf die Sektionen.

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Vorstand

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Geschichte

Gründungsjahr 1833

Am 16. März treffen sich im Bieler Ratssaal 84 Offiziere aller Waffen und aus allen Teilen des Kantons. Die Seeländer geben den Anstoss zur Gründung eines kantonalen Offiziersvereins. Karl Ludwig Müller von Nidau, Notar, Oberförster und Kommandant des Bataillons 7, führt den Vorsitz.
Am 3. August findet in Burgdorf die Gründungsversammlung des Offiziersvereins statt. Im gleichen Jahr wird in Winterthur von Zürcher, Thurgauer und St. Galler Offizieren die Eidgenössische Militärgesellschaft (später Schweizerische Offiziersgesellschaft) gegründet. 1834 schliessen sich die Berner an (Vizepräsident: Oberstleutnant Geissbühler, Sekretär: Oberleutnant Kurz).

Gründungsmitglieder

Oberstleutnant Lutsdorf, ehemaliger Beresinakämpfer, leitet die Gründungsversammlung in Burgdorf. 230 Offiziere sind anwesend. Das erste Verzeichnis zählt 299 Mitglieder.

Gründungsort

Kirche Burgdorf

Ziel und Zweck

Zu Beginn: Nach der Weigerung von ca. 70 Offizieren des Berner Patriziats, den Treueid auf die Verfassung des neuen, liberalen Staates zu schwören, entsteht unter den treu gebliebenen Offizieren das Bedürfnis nach einem engeren Zusammenschluss.

  • Wichtige Daten

    1851: Starke, bis 1854 anhaltende Spannungen zwischen radikalen und konservativen Offizieren. Nach der durch den konservativen Militärdirektor Stoos eigenmächtig angeordneten Absetzung von Hauptmann Seiler aus Bönigen, radikaler Kommandant des Oberländerbataillons 1, kommt es zu einer Protestversammlung in Kirchberg an der 227 Offiziere teilnehmen, darunter über 60 konservative Stadtberner, die dem Verein nicht angehören, nun aber ihren Militärdirektor stützen wollen. Der mit einer Stimme Mehrheit zum Beschluss erhobene Protest wird an den Regierungsrat als Wahlbehörde für Offiziere weitergeleitet, von diesem aber unter Androhung weiterer Massnahmen gegen den Offiziersverein zurückgewiesen.

    1854: Die konservativen verständigen sich mit den radikalen Kräften innerhalb des Vereins zur sogenannten „Fusion“. An der Hauptversammlung in St. Immer schliessen sich die jurassischen Offiziere dem Verein an.

    1860: In Bern wird der Allgemeine Unteroffiziersverein für den Kanton Bern gegründet.

    1862: Glanzvolles Schweizerisches Offiziersfest in Bern mit 1500 Offizieren. Im Kantonsverein verdoppelt sich darauf die Mitgliederzahl auf fast 400.

    1867: Offiziersverein und Unteroffiziersverein gründen gemeinsam das Fürsorgewerk der Bernischen Winkelriedstiftung für verunglückte und erkrankte Wehrmänner oder deren Hinterlassene.

    1870/71: Die Mobilmachungen während des deutsch-französischen Krieges behindern die Tätigkeiten des Offiziersvereins.

    1874: Die Mitgliederzahl des Kantonalvereins sinkt auf einen bedenklichen Tiefstand von 154. Er behandelt nur noch allgemeine Fragen und vertritt den Kanton in der Schweizerischen Offiziersgesellschaft.

    1886: Das Grauholzdenkmal wird mit einer grossen Volksfeier eingeweiht und vom Kantonalpräsidenten dem Staat übergeben.

    1891: Auf Antrag von Oberstleutnant Gugelmann wird der Vorstand von Bern nach Biel verlegt.

    1893: Oberst Ulrich Wille spricht an der Hauptversammlung der Bernischen Offiziersgesellschaft für die neue Militärorganisation mit einer Zentralisation des Militärwesens.

    1896: Es bestehen folgende Sektionen: Bern, Biel, Burgdorf, Aarberg und Umgebung, Thun, St. Immer, Pruntrut, Oberaargau, Verwaltungsoffiziersverein, Artillerieoffiziersverein, Genieoffiziersverein, Militärverein Oberdiessbach.

    1900: Die Kantonalgesellschaft zählt fast 1000 Mitglieder.

    1913: Unter einem Komitee der Kantonalen Offiziersgesellschaft sammeln die Sektionen für die damalige Zeit beachtliche CHF 200’000.00 für die „Flugspende“, eine öffentliche Sammlung zugunsten der entstehenden Flugwaffe.

    1914/18: Die Kriegsjahre verunmöglichen jede kantonale Vereinstätigkeit.

    1919: Ein Kantonalausschuss übernimmt die Aufgaben des Vorstandes. Einige Sektionen lassen Denkmäler zur Erinnerung an die im Aktivdienst verstorbenen Wehrmänner errichten.

    1925: An der Hauptversammlung in Burgdorf finden sich 350 Offiziere ein, die bisher grösste Zahl.

    1930: Das Grauholzdenkmal muss verlegt werden, was Anlass zu einer grossen patriotischen Feier ist. Rund 4000 Teilnehmer sind anwesend.

    1932: An der Jahresversammlung in Interlaken erhält Oberst Kasser den Auftrag, eine Festschrift zur Hundertjahrfeier zu schreiben. Sie erhält den Titel „Hundert Jahre Bernische Miliz, 1833-1933“.

    1933: Die Jahrhundertfeier der Bernischen Offiziersgesellschaft findet am 22. Oktober statt. Oberst von Graffenried begrüsst im Berner Münster 1100 Offiziere. Festredner sind Bundesrat Minger und der kantonale Militärdirektor Regierungsrat Joss. Nach einem einfachen Mahl im Kornhauskeller sprechen auch Korpskommandant Guisan, Chef des 2. Armeekorps, und Oberstdivisionär Prisi, Kommandant der 3. Division.

    1943: Der Vorort Langenthal führt in Adelboden die Schweizerischen Winter-Armeemeisterschaften durch und kann dort als Besucher General Guisan begrüssen.

    1945: Revision der Statuten der KantonalBernischen Offiziersgesellschaft unter Kantonalpräsident Oberst Steiner, Bern.

    1950: Die Kantonal-Bernische Offiziersgesellschaft führt in Magglingen den ersten Nachtorientierungslauf für Offiziere durch.

    1952: In einer Statutenänderung wird die Amtsdauer des Kantonalvorstandes von 4 auf 3 Jahre verkürzt.

    1953: Das „Wachtfeuerkomitee“ unter Kantonalpräsident Oberst Hänni ist für die Entzündung der Chutzenfeuer an der Feier „Bern 600 Jahre im Bund der Eidgenossen“ zuständig.

    1960/61: Die Sektion Bern stellt den Zentralvorstand und mit Oberst Gullotti den Präsidenten der Schweizerischen Offiziersgesellschaft. Sie schaffen den Ideenkatalog für die „Wehrhafte Schweiz“ an der EXPO 64.

    1968: Unter dem Kantonalvorstand Langenthal wird von der Offiziersgesellschaft Biel die „Nacht der Berner Offiziere“ zum ersten Mal als Skorelauf durchgeführt (NOLOG)

    1982: Der bernische Kantonalvorstand übernimmt erstmals die Verantwortung für die Schweizerischen Offiziers-Skimeisterschaften. Sie werden in der Lenk durch eine Gruppe einheimischer Offiziere durchgeführt.

    1987: Im Auftrag des Vorstandes KBOG erstellt die Kommission „Bubenberg“ eine von diesem einstimmig genehmigte Studie zuhanden der Delegiertenversammlung vom 22. Mai. Zielsetzung: Aufgreifen von aktuellen Problemen der Gesamtverteidigung, welche noch nicht die nötige Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit gefunden haben.

    1991: Die KBOG beteiligt sich an der Festveranstaltung Berner Miliz-Berner Volk vom 24./25. August

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Beirat

HSO
Div Melchior Stoller

HSO
Br Jacques Rüdin

Politik
NR Lorenz Hess

Politik
SR Werner Salzmann

Politik
GR Samuel Leuenberger

Unternehmer
Simon Michel,
CEO Ypsomed, Burgdorf

Unternehmer
Andreas Hugi,
Furrer & Hugi, Bern